Montag, 29. Februar 2016

Haarewaschen mit Roggenmehl

Seit einiger Zeit bin ich endlich mit meinem "Shampoo" zufrieden. Lange habe ich vorher experimentiert, ausprobiert und immer wieder gemerkt, daß das gewählte Shampoo für mich nicht das Richtige ist. Nun wasche ich mir seit einigen Monaten meine Haare ausschließlich mit Roggenmehl!
Roggenmehl? Ja, genau mit Roggenmehl und als Spülung Apfelessig hinterher! Herkömmliches Shampoo entzieht der Kopfhaut massiv Fett, so sehr, daß die Kopfhaut fettlos ist. Fett oder Haartalg ist ein natürliches Produkt, das die Kopfhaut regelmäßig produziert. U. a. verhindert es ein Austrocknen der Kopfhaut. Bürstet man sein Haar regelmäßig, dann verteilt man das Haarfett über die Haare - sie glänzen natürlich schön. Deswegen gibt es ja das alte Sprichwort "100 Bürstenstriche täglich machen schönes Haar". Eine Naturbürste wie eine Wildschweinborstenbürste ist aufgrund der Struktur der Borsten dafür am besten geeignet.

Zurück zu den herkömmlichen Shampoos. Als ich sie noch nutzte, mußte ich fast täglich meine Haare waschen, weil sie so schnell fettig wurden. Mich nervte dieser Zustand und belas mich zwecks Alternativen. Zuerst fand ich den Grund für dieses Phänomen heraus. Diese Shampoos entziehen massiv der Kopfhaut das Fett. Sie produziert es nach und zwar ein wenig mehr, weil sie eben fettlos war. Dadurch werden die Haare schneller fettig, man wäscht sie eher, greift wieder in den eigentlich ausgeglichenen Fetthaushalt der Kopfhaut ein, sie produziert wieder mehr Fett. So entsteht ein Teufelskreislauf, den man den Haaren (strohig) schnell ansah. Da mir die verschiedensten Spülungen und andere Mittelchen einfach suspekt vorkamen, und ich mit diesem Kreislauf unzufrieden war, suchte ich nach Alternativen. Naturhaarshampoos brachten bei mir keine Besserung. Haarseife war für mein Haar zu fettig. Also standen mir als Optionen noch Heilerde und Roggenmehl zur Auswahl. Letzteres fand ich durch seine bessere Verfügbarkeit interessanter und entschied mich, es auszuprobieren.
Es dauerte mindestens 4 Wochen, bis sich bei mir ein Gleichgewicht eingependelt hatte. Die Kopfhaut mußte sich ja erst an das neue Waschen gewöhnen. Seitdem bin ich sehr mit dem Roggenmehl als Haarwaschmittel zufrieden. Die Haare werden sauber, sehen natürlich glänzend aus, sie müssen weniger gewaschen werden, sie sind weich und die Anwendung ist preiswert und simpel.

Für mein mittellanges Haar nehme ich 2-3 TL Roggenmehl, füge so viel Wasser hinzu, daß ein flüssiger Teig entsteht und massiere ihn in das nasse Haar ein. Ein wenig wirken lassen, gründlich ausspülen (!) und danach gibt es die saure Rinse. Dazu einen großen Schluck Apfelessig in ein Glas, mit Wasser verdünnen, es über die Haare verteilen. Der Apfelessiggeruch verfliegt sofort. Angeblich braucht man die Rinse nicht, ich nutze sie aber ganz gerne. Alternativ können auch Kräutertees wie Kamille bei blonden Typen als Spülung genutzt werden. Oder einfach mal ohne Spülung, allein das Roggenmehl zum Waschen ausprobieren.

Wieso funktioniert das Haarewaschen mit Roggenmehl? Das Mehl nimmt ausschließlich das überschüssige Fett der Kopfhaut auf, trocknet es nicht aus und verhindert den oben genannten Teufelskreislauf. Es enthält viel Vitamin B5, was regenerierend, entzündungshemmend, glättend und wundheilend wirkt. Der PH-Wert von Roggenmehl entspricht 5,5 und ist dem der Haut ähnlich. Die Haut wird also nicht gereizt. Zudem enthält es sehr wenig Gluten, es verklebt nicht so sehr wie Weizenmehl. Deswegen ist letzteres nicht fürs Haarewaschen geeignet.

Weitere Vorteile von Roggenmehl:

  • sehr günstig
  • gut verfügbar
  • nur ein Rohstoff fürs Haarewaschen, keine unbekannten Substanzen, 
  • natürliches Mittel
  • enthält keine Mikroplastik 
  • geringer Verbrauch 
  • vermeidet Plastikverpackung 



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