Mittwoch, 1. Juni 2016

Warum schäumt meine Seife?

Ja, das hängt mit den verwendeten Rohstoffen zusammen. Handgesiedete Seife besteht aus Wasser, Fett und Natriumhydroxid. Die Flüssigkeit und Natriumhydroxid wird zu Natronlauge, die das Fett beim Verseifungsprozeß bindet.
Die handgesiedete Seife gehört zu den traditionellen Tensiden, die auf Wasser einen Film bilden. Tenside durch ihre amphiphilen Eigenschaften (einerseits wasserliebend, also hydrophil, andererseits wasserabweisend, also hydrophob) setzen chemisch-physikalisch gesehen die Oberflächenspannung des Wasser herunter. Nun versuchen sich die Moleküle des Tensids immer so anzuordnen, daß der hydrophobe Teil sich nicht mit dem Wasser berührt – was ja klar ist, denn sonst wäre er ja der wasserliebende Teil ;-).
Wenn nun dieser Tensidfilm durch mechanische Einwirkung, also wenn man beispielsweise die Seife in einem nassen Waschlappen reibt, aufgewirbelt wird, dann wird Luft eingeschlossen. Es entstehen die bekannt Bläschen. Je nach Tensid haben sie eine unterschiedliche Existenzdauer, werden unterschiedlich groß und sind verschieden stabil.
Die Seife schäumt.

Und warum zerplatzen dann die Schaumblasen?

Da spielt die Gravitationskraft die Hauptrolle. Wie oben geschrieben, bestimmt das Tensid die Lebensdauer des Bläschens. In dieser Zeit wirkt immer die Erdanziehungskraft. Das Bläschen dehnt sich gen Erde aus, solange bis die obere Wand so dünn ist, daß sie reißt. Das Seifenbläschen ist zerplatzt.

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