Donnerstag, 21. April 2016

Kräuterkunde: Hornveilchen bei Hautleiden und Erkältungen

Foto: Frau B.
Unscheinbar sehen sie auf den ersten Blick aus, doch in ihnen steckt so viel Gutes. Die Rede ist vom Hornveilchen (Viola cornuta). Diese ausdauernde Pflanze mit krautigem Wuchs wird bis 30 cm hoch. Klein im Durchmesser sind auch ihre Blüten, die meist in lilanen Farben gezeichnet sind. Zart ist diese mehrjährige Staude, die mit ihrem typischen lachenden Blumengesicht den Blumenfreund verzaubert. Ihre Blütezeit reicht von Juni bis August. Überraschend ist es, wo sie überall wächst: im Beet auf satter Erde oder auch einmal selbst ausgesät zwischen den Ritzen der Steinplatten – unvermutet nach einem kalten Winter in den ersten, sonnigen Vollfrühlingstagen entdeckt. Natürlich gibt es neben der wilden Form auch zahlreiche gezüchtete Varianten.

In den letzten Jahre erlebte das Hornveilchen in der Frühjahrsbepflanzung eine Renaissance und macht da ihrer großen Schwester, dem Stiefmütterchen, große Konkurrenz. Weniger bekannt ist hingegen ihre Heilwirkung. Man erntet das blühende Kraut den ganzen Frühjahr bzw. Sommer hinweg und hängt es zum Trocknen als locker gebundene Büschel auf.
Zwei Anwendungsgebiete kennt man für das Hornveilchen:
  • bei Erkältungen, vor allem Husten, als Teeaufguß getrunken
  • bei Hauterkrankungen wie Ekzeme, Milchschorf, Hautjucken, Akne
Wie so oft in der Kräuterkunde ist die Wirksamkeit und Wirkweise des Hornveilchens wissenschaftlich nicht genau erforscht. Bekannt ist, daß es Salicylsäure, dazu zahlreiche Flavonoide, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Saponine und Triterpene enthält. Dadurch wird dem Hornveilchen schmerzstillende, antioxidative, entwässernde sowie schleimlösende Wirkung zugeschrieben.
Für die innere Anwendung als Tee: 2 TL getrocknetes, zerkleinertes Kraut auf 250 ml Wasser geben (bei Kleinkindern nur 1 TL). Mit heißem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. 1-2 Tassen Tee pro Tag trinken.
Den Tee können Sie auch äußerlich verwenden, indem Sie ein Wattepad mit dem Aufguß tränken und die entsprechenden Hautstellen damit bestreichen.

Wie immer gilt: ich bin kein Mediziner oder Apotheker. Sobald Sie eine allergische Reaktion bemerken, sofort die Behandlung abbrechen. Bei Unsicherheit oder Fragen vor der Anwendung einen Arzt oder Apotheker fragen. Ich übernehme keine Gewähr für die Richtigkeit meiner Angaben. Im Notfall sollte immer ein Arzt / die Rettungsleitstelle / das Krankenhaus angerufen werden. Ihnen wird geholfen unter der Rufnummer 112 (Notruf). Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist bundesweit unter der Nummer 116 117 erreichbar.

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