Mittwoch, 19. September 2018

WC-Gel selbstgemacht

WC-Gel selbstgemacht
In der Szene der ökologisch bewußten Hausreinigungsmittelnutzer scheiden sich an WC-Steinen oder WC-Gelen die Geister. Es wäre größter Unsinn, meinen die einen. Ein selbstgemachter WC-Reiniger, eine Spülbürste reichen völlig aus. Die anderen nutzen die umstrittenen Reinigungsmittel, da sich sonst Urin und Kalk zu sehr im Klobecken festsetzen.
Natürlich kann man öfters mal putzen. Doch in einer Großfamilie wird zum einen das WC sehr, sehr, sehr häufig benutzt. Zum anderen ist Zeit dann sehr kostbar. Ich erleichtere mir da lieber die Arbeit und nutze die Zeit mit meinen Kindern.
Nun schaute ich nach einer Variante für selbstgemachtes WC-Gel, damit es bei jeder Spülung das Becken ein wenig "reinigt". Im Grunde braucht es nur 3 haushaltsübliche Zutaten, ein solches selber sehr schnell herzustellen.

Freitag, 14. September 2018

Unter der Leselupe: "Breadcakes. Kleines Feines aus Brot" von Veronika Michitsch

Muffins sind seit Jahren beliebte Kuchenformen für Buffet, für Kindergeburtstage, für die süße Kleinigkeit am Nachmittag. Veronika Michitsch hat diese Gebäckform in eine eigene Art abgewandelt und kreiert mit viel Elan Breadcakes. Es sind Brotküchlein, in Muffinformen gebacken. Über 30 Rezepte der Brotmuffins in einem kreativen Feuerwerk gibt sie in ihrem Backbuch "Breadcakes. Kleines Feines aus Brot" weiter. Da gibt es mediterrane Formen mit Schafskäse und Oliven, mit Lavendel-Rosmarin, sehr bekömmliche Anis-Fenchel-Breadcakes, Schottische Haferbrötchen, süße Varianten mit kandiertem Ingwer, Walnüssen, Zimt, Marzipan und Feigen, die eine Homage an die orientalische Küche darstellen, exklusive Varianten mit Blauschimmel und Portwein uvm. Es ist ein reicher Blumenstrauß von süßen, herzhaften, exklusiven, einfachen Rezepten. Sie können als Frühstücksvariante gebacken werden, als süßes Teilchen für den Nachmittag oder als extravagante Zutat für das Partybuffet am Abend.

Mittwoch, 15. August 2018

Gartennotiz August 2018: Dürre beendet Gartensaison

Ende Mai, Anfang Juni hatte es heuer noch einmal kräftig geregnet. Dann folgten wie wohl landesweit drei Wochen Frühsommer ohne Regen, ein kurzer Schauer, wieder drei Wochen Sommer ohne Regen, ein kurzer Schauer und dann bis vor drei, vier Tagen täglich bei über 33° C und mehr. Kurzum, der hiesige Sandboden ist staubig, ausgetrocknet bis auf den letzten Tropfen. Die täglichen anderthalbstündigen Gießrunden dienen lediglich der minimalen Lebenserhaltung der Pflanzen. Selbst die große Walnuß läßt ihre Blätter hängen. 2018 ist ein Dürrejahr.

Dienstag, 10. Juli 2018

Unter der Leselupe: "Vögel füttern - aber richtig" von Peter Berthold und Gabriele Mohr


 "Vögel füttern - aber richtig" von Peter Berthold und Gabriele Mohr
Wer sich mit der aktuellen Situation unserer Vogelwelt näher beschäftigt, stößt recht schnell auf alarmierende Studien. Bis zu 80 % an Populationsrückgang hat man in den letzten 150 Jahren bei den heimischen Vogelarten festgestellt. Dabei sind nicht nur heute seltene, ja fast ausgestorbene Arten wie das Rebhuhn oder der Wiedehopf darunter zu finden, sondern auch Allerweltsarten wie der Spatz oder der Star sind in ihrem Aufkommen sehr stark zurückgegangen. Grund dafür ist neben der Zerstörung der natürlichen Lebensräume auch der Rückgang an Insekten und Sämereien durch aufgeräumte Landschaften sowohl in der Landwirtschaft als auch in den Hausgärten sowie der indirekte Einfluß der Lichtverschmutzung (zu allererst auf die Insekten als Nahrungsgrundlage für die Vögel).
Peter Berthold, bekannter Ornithologe, hat es als den Einzug des stummen Frühlings betitelt (1987 das erste Mal in einer Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft). Gemeinsam mit seiner Frau Gabriele Mohr hat er 2005 das Sachbuch "Vögel füttern - aber richtig" herausgebracht, das die Grundsteinlegung für ganzjähriges Füttern in der breiten Bevölkerungsschicht gelegt hat.
Aus seinen wissenschaftlichen Studien und seiner praktischen Tätigkeit als Ornithologe beispielsweise bei der Beringung oder Vogelzählung weiß Berthold sehr genau um die dramatische Situation der Vögel, die als sichtbarer Indikator für den Zustand unserer Natur und Umwelt gelten. Denn wer beschäftigt sich schon näher mit der Lebenssituation von Flechten, Algen oder Kleinstinsekten? Vögel sind für den Otto-Normal-Verbraucher greifbarer, auch emotionaler wird er von ihnen stärker angesprochen. Er sieht sie, er hört sie.
Berthold und Mohr kamen vor mehr als 13 Jahren auf ihre Buchidee, als große Naturschutzverbände wie NABU das Füttern der Vögel, vor allem ganzjährig, als unrechtmäßigen Eingriff in die Naturkreisläufe verurteilten und mehr oder wenige direkt davon abrieten. Beide Autoren halten dagegen, daß dieser Eingriff absolut notwendig ist: der Mensch hat den natürlichen Lebensraum der Vögel, ihre Nahrungsgrundlagen und Brut- sowie Lebenshabitate dermaßen stark beeinträchtigt, ja zerstört, daß ihr grundlegendes Aufkommen gefährdet, ja für einige Arten schon zerstört worden ist. Was kann man also für die Vögel ganz pragmatisch tun? Denn diese Einstellung vertreten beide Autoren trotz allem sehr optimistisch. Sie glauben, und dies manifestiert sich in ihrem Buch, daß mit Hilfe vieler Menschen den Vögeln und letztlich der Natur geholfen werden kann.

Donnerstag, 5. Juli 2018

Aus der Küche: selbstgemachter Sirup

Aus Pfefferminze läßt sich einfach ein leckerer Sirup zaubern.
Letztens erntete ich nach den Holunderblüten wieder eine große Menge an Pfefferminze, die regelrecht meine Gemüsebeete überwuchert. Zum Wegwerfen ist sie mir zu schade, nur Tee ist langweilig. Also überlegte ich flugs, wie ich die Menge noch verarbeiten kann und stieß recht schnell auf die Idee des "Pfefferminz-Sirups".

Ein Sirup ist letztlich ein Auszug aus einem wohlschmeckendem Kraut oder feinpassierten Früchten in hoher Zuckerlösung konserviert. Er läßt sich einfach selbst herstellen und hält viele Monate.
Für Sirup nehme ich 2 Teile Kräuter/Frucht auf 1 Teil Zucker.

Donnerstag, 28. Juni 2018

Unter der Leselupe: "Wildnisapotheke. Hausmittel aus 400 Jahren" von Eunike Grahofer


"Ich weiß nicht, welche Zeiten kommen werden. Vielleicht ist es einmal wieder wichtig, in Notsituationen die richtigen Pflanzenmittel zu kennen. Deshalb erzähle ich diese bewegende Geschichte weiter, weil ich möchte, dass außergewöhnliche Anwendungen erhalten bleiben und  nicht vergessen werden."
Altes Wissen um Heilpflanzen und andere Hausmittel zu sammeln, zu bewahren und heute weiterzugeben ist die Lebensaufgabe der Kräuterpädagogin Eunike Grahofer, die mit der "Leissinger Oma" vor 4 Jahren ihr erstes Buch herausbrachte und mir eine wissensreiche, vielfältige Welt öffnete. Ihre Arbeit ist sehr wertvoll - sie bewahrt uns jahrhundertealtes Volkswissen aus Zeiten, in denen der nächste Arzt oder die nächste Apotheke weit entfernt war. In mehreren Büchern hat Eunike Grahofer sich intensiv mit diesem tradierten Heilwissen beschäftigt, sammelte es im österreichischen Waldviertel, dann im Burgenland und in Wien (und hoffentlich schafft sie es, noch in weiteren Regionen Österreichs, vielleicht auch mal nach Deutschland oder die Schweiz ihrer Aufgabe nachzugehen). Alle bisherigen Rezepte, all ihr Wissen hat sie nun in einer neuen Kräuterbibel gebündelt. Ja, zu recht kann ich es so bezeichnen. Es ist ein wahrer Schatz, ein Praxisbuch mit vielen, vielen Rezepten, Hinweisen und am Ende auch Lebenseinstellungen vom Aushalten, Naturwahrnehmen, vom Respekt der Altvoderen und auch der Heilfähigkeit der Volksmedizin.
Bei alltägliche Erkrankungen, bei seelische Krisen findet man hier Hilfe mit bewährten Kräuterrezpten. Grahofer hat das Buch nach dem Jahreskreislauf aufgebaut. Für jeden Monat, für jede Jahreszeit findet man zu den am häufigsten Erkrankungen wie Erkältungen, Frauenleiden, Fieber, Hautleiden, Entzündungen etc. eine handvoll Rezepte. Der Aufbau hat den Vorteil zu der Jahreszeit die passenden Kräuter und Hausmittel zu haben. Denn was nützt ein Rezept gegen Husten mit der Königskerze, wenn man es im November braucht?

Montag, 21. Mai 2018

Rezension zu "Unsere Vögel" von Peter Berthold

Cover von "Unsere Vögel" von Peter Berthold
Peter Berthold kennt sich aus - mit Vögeln, mit Naturschutz. Und er ist ein Macher mit klaren Worten. Davon zeugt sein Sachbuch "Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können", das 2017 im Ullstein Verlag erschienen ist.
Peter Berthold ist kein Unbekannter. Als Vogelkundler war er Professor für Biologie an der Universität Konstanz und Leiter der Vogelwarte Radolfzell. Er ist einer der wenigen Wissenschaftler, die ihre Erkenntnisse in die allgemeine Praxis transportieren konnte, der die Menschen mit klaren Worten erreicht. So findet man Interviews mit ihm in der Presse und im Fernsehen. Zudem propagiert er seit Jahren die ganzjährige Vogelfütterung, die sich langsam durchsetzt.

Dienstag, 15. Mai 2018

Gartennotizen: da wächst es kräftig

Die Schnecke ist von ihrer neuen Rolle als Haustier nicht so angetan. Foto: Frau B.
Mein Garten gehört eindeutig in die Kategorie "gepflegte Wildnis" - teils beabsichtigt, teils ergibt es sich aus den aktuellen Alltagsgegebenheiten. Immerhin ist das Gemüsebeet bestellt und zwei Blumenrabatten habe ich im April reaktiviert. Bei letzterem grubberte, hackte und grub ich kräftig, um wirkliches Unkraut zu entfernen. Nun fanden diverse Storchschnäbel (ist das die Mehrzahl?), Ringelblumen, Glockenblumen, Jakobsleiter, Sonnenhut, Lungenkraut, Akelei, Mädchenauge, Rittersporn, Lupinen ein neues Zuhause. Ich hoffe, die ausgesäten Stockrosen wachsen, ich meine, sie schon erblickt zu haben. Aber als Gartenanfänger kann man sich da auch kräftig täuschen. Dazwischen hat sich der Borretsch gemütlich gemacht. Wie er wohl von dem doch weiter entfernten Gemüsebeet dorthin fand, ist sein Geheimnis. Natürlich ist er nicht zurückhaltend, sondern fährt volle Kanne auf. Die Gartenmelde und Vogelmiere streitet mit der Ackerwinde um die ersten Plätze, sehr zum Leidwesen der erst genannten, von mir beabsichtigten Pflanzen. Ich griff jetzt großzügig in den Wettkampf ein. Ich sag ja, gepflegte Wildnis ist das Stichwort.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Rezension: Karin und Udo Bernhart - Gärtnern für ein langes Leben

Cover von  Karin und Udo Bernhart - Gärtnern für ein langes Leben
Seit einer handvoll Jahren erobern Lesegartenbücher die Regale und Herzen von Gärtnern. (Interessanterweise liieren sich Bücher sehr gern mit Blumen, Pflanzen und in der Erde buddeln in Menschenseelen). Im erzählenden Ton, natürlich mit ansprechenden Bildern öffnen die Autoren dem lesenden Gärtner die Pforten zu ihrem Garten, führen ihn literarisch herum, erzählen im Plauderton von ihren Buddelerlebnissen, berichten offen über Mißerfolge und schwärmen von der Naturidylle.
In diesem Sinne reiht sich auch das Lesegartenbuch "Gärtnern für ein langes Leben" von Karin und Udo Bernhart ein. Im Fokus steht der seit jahrzehnten existierende und bewirtschaftete Garten seiner Eltern in Südtirol, der das Zentrum und Lebensstütze zugleich für Ella und Wolfi Bernhart ist. Ein Jahr lang begleiten wir die beiden über 90jährigen, die bis heute jeden Tag im Garten am Rande des Dorfes zu finden sind. Ihr Garten ist ihr Lebenspunkt. Er versorgt die Familie mit frischem Obst und Gemüse. Er gibt ihnen Arbeit und Freude. Er ist ihre Konstante und ist der Treffpunkt für die ganze Familie.
Leicht, amüsant und mit ganz viel Zuwendung erzählen Karin und Udo Bernhart in vier großen Kapiteln, die sich an den Jahreszeiten orientieren, von der Gartenarbeit, von den jährlichen Diskussionen über die Beetverteilung zwischen Ella und Wolfi, die fast schon rituellen Charakter haben, von den Ernten, von Ritualen, von ihren Gartenerfahrungen, von der Freiheit des Gartens für die Kinder ("ein Kirschbaum ohne Kinder ist kein richtiger Kirschbaum"), vom Respekt und Demut gegenüber der Naturgewalt. Bis heute dient der Garten als Quelle guter Nahrungsmittel, die mit viel Arbeit erwirtschaftet werden. Diese Arbeit, mag sie auch schwer sein, belastet die beiden Gärtner nicht. Nein, diese Arbeit gehört zum Leben dazu, ist eine Kraftquelle. Warum soll sonst Wolfi noch in seinem hohen Alter im Herbst die letzten Kiwis mit einer Leiter ernten? Oder mit seinem Enkeln und Urenkeln Kartoffel stecken?
Wohltuend ist der Text abseits von Achtsamkeits- und Selbstversorgersprüchen, die gerade so modern sind. Leider wollte wohl der Verlag mit dem Titel und dem Marker "Eine Anleitung für Weisheit, Gelassenheit & Glück" auf diese Schiene aufspringen wollen. Dies ist völlig unnötig. Denn Karin Bernhart schafft es, mit ihren lebendigen, hautnahen, realitätsnahen, direkten Erzählungen den Leser einzufangen, ihn zu begeistern. Nichts ist aufgebläht, es gibt keine Anleitung, sondern einfach eine gute Gartengeschichte. Dadurch wird alles lebendig. Man meint, im Garten selbst zu sein, Ella und Wolfi das Jahr über heimlich beim Gärtnern zu beobachten.
Die Freude und Kraft des Gärtnerns sieht man den beiden sofort an. Sie sprühen vor Energie, vor Lebensfreude auf den Fotos ihres Sohnes Udo Bernhart. Er hat den Garten mit Einblicken, mal romantisch, mal dokumentierend eingefangen. Text und Bilder ergänzen sich bestens. Dazu stecken in vielen Abschnitten Praxistipps. Drei, vier Rezepte aus Ellas Küche schließen jedes Kapitel ab. Sie zeugen von Einfachheit und gleichzeitigem Genuß.
Das Gartenlesebuch "Gärtnern für ein langes Leben" von Karin und Udo Bernhart erdet, macht Lust zum Gärtnern, trifft den rechten Ton und verspricht unterhaltsame, schöne, entspannende Lesestunden. Es ist ein Buch voller Liebe, Zuneigung und Demut vor der praktischen, freudigen Lebenseinstellung eines alten Ehepaares, das aus dem Garten seine Kraft und seine Liebe für die Natur und für die Familie bezieht.

Karin und Udo Bernhart: Gärtnern für ein langes Leben
blv Verlag, München 2017
ISBN: 978-3835416963
Fotos: Udo Bernhart
Ausstattung: 144 Seiten, Taschenbuch
Preis: 20 €

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Montag, 22. Januar 2018

Luftige Cranberry-Kekse

Dieses Keksrezept fand ich am Wochenende beim Stöbern im Internet. Nachdem die Kommentatoren über die Wölkchen, so heißen sie im Original schwärmten, bekam ich sofort, sie nachzubacken. Sie sind tatsächlich total luftig und sooooo lecker!
 Ich wandelte das Rezept ein wenig ab, denn es zum Glück gut variabel. Statt Aprikosen nahm ich Cranberries. Man kann die Mandeln auch durch zarte Haferflocken ersetzen oder statt Trockenobst Schokostückchen verbacken. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.