Montag, 21. Mai 2018

Rezension zu "Unsere Vögel" von Peter Berthold

Cover von "Unsere Vögel" von Peter Berthold
Peter Berthold kennt sich aus - mit Vögeln, mit Naturschutz. Und er ist ein Macher mit klaren Worten. Davon zeugt sein Sachbuch "Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können", das 2017 im Ullstein Verlag erschienen ist.
Peter Berthold ist kein Unbekannter. Als Vogelkundler war er Professor für Biologie an der Universität Konstanz und Leiter der Vogelwarte Radolfzell. Er ist einer der wenigen Wissenschaftler, die ihre Erkenntnisse in die allgemeine Praxis transportieren konnte, der die Menschen mit klaren Worten erreicht. So findet man Interviews mit ihm in der Presse und im Fernsehen. Zudem propagiert er seit Jahren die ganzjährige Vogelfütterung, die sich langsam durchsetzt.

Dienstag, 15. Mai 2018

Gartennotizen: da wächst es kräftig

Die Schnecke ist von ihrer neuen Rolle als Haustier nicht so angetan. Foto: Frau B.
Mein Garten gehört eindeutig in die Kategorie "gepflegte Wildnis" - teils beabsichtigt, teils ergibt es sich aus den aktuellen Alltagsgegebenheiten. Immerhin ist das Gemüsebeet bestellt und zwei Blumenrabatten habe ich im April reaktiviert. Bei letzterem grubberte, hackte und grub ich kräftig, um wirkliches Unkraut zu entfernen. Nun fanden diverse Storchschnäbel (ist das die Mehrzahl?), Ringelblumen, Glockenblumen, Jakobsleiter, Sonnenhut, Lungenkraut, Akelei, Mädchenauge, Rittersporn, Lupinen ein neues Zuhause. Ich hoffe, die ausgesäten Stockrosen wachsen, ich meine, sie schon erblickt zu haben. Aber als Gartenanfänger kann man sich da auch kräftig täuschen. Dazwischen hat sich der Borretsch gemütlich gemacht. Wie er wohl von dem doch weiter entfernten Gemüsebeet dorthin fand, ist sein Geheimnis. Natürlich ist er nicht zurückhaltend, sondern fährt volle Kanne auf. Die Gartenmelde und Vogelmiere streitet mit der Ackerwinde um die ersten Plätze, sehr zum Leidwesen der erst genannten, von mir beabsichtigten Pflanzen. Ich griff jetzt großzügig in den Wettkampf ein. Ich sag ja, gepflegte Wildnis ist das Stichwort.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Rezension: Karin und Udo Bernhart - Gärtnern für ein langes Leben

Cover von  Karin und Udo Bernhart - Gärtnern für ein langes Leben
Seit einer handvoll Jahren erobern Lesegartenbücher die Regale und Herzen von Gärtnern. (Interessanterweise liieren sich Bücher sehr gern mit Blumen, Pflanzen und in der Erde buddeln in Menschenseelen). Im erzählenden Ton, natürlich mit ansprechenden Bildern öffnen die Autoren dem lesenden Gärtner die Pforten zu ihrem Garten, führen ihn literarisch herum, erzählen im Plauderton von ihren Buddelerlebnissen, berichten offen über Mißerfolge und schwärmen von der Naturidylle.
In diesem Sinne reiht sich auch das Lesegartenbuch "Gärtnern für ein langes Leben" von Karin und Udo Bernhart ein. Im Fokus steht der seit jahrzehnten existierende und bewirtschaftete Garten seiner Eltern in Südtirol, der das Zentrum und Lebensstütze zugleich für Ella und Wolfi Bernhart ist. Ein Jahr lang begleiten wir die beiden über 90jährigen, die bis heute jeden Tag im Garten am Rande des Dorfes zu finden sind. Ihr Garten ist ihr Lebenspunkt. Er versorgt die Familie mit frischem Obst und Gemüse. Er gibt ihnen Arbeit und Freude. Er ist ihre Konstante und ist der Treffpunkt für die ganze Familie.
Leicht, amüsant und mit ganz viel Zuwendung erzählen Karin und Udo Bernhart in vier großen Kapiteln, die sich an den Jahreszeiten orientieren, von der Gartenarbeit, von den jährlichen Diskussionen über die Beetverteilung zwischen Ella und Wolfi, die fast schon rituellen Charakter haben, von den Ernten, von Ritualen, von ihren Gartenerfahrungen, von der Freiheit des Gartens für die Kinder ("ein Kirschbaum ohne Kinder ist kein richtiger Kirschbaum"), vom Respekt und Demut gegenüber der Naturgewalt. Bis heute dient der Garten als Quelle guter Nahrungsmittel, die mit viel Arbeit erwirtschaftet werden. Diese Arbeit, mag sie auch schwer sein, belastet die beiden Gärtner nicht. Nein, diese Arbeit gehört zum Leben dazu, ist eine Kraftquelle. Warum soll sonst Wolfi noch in seinem hohen Alter im Herbst die letzten Kiwis mit einer Leiter ernten? Oder mit seinem Enkeln und Urenkeln Kartoffel stecken?
Wohltuend ist der Text abseits von Achtsamkeits- und Selbstversorgersprüchen, die gerade so modern sind. Leider wollte wohl der Verlag mit dem Titel und dem Marker "Eine Anleitung für Weisheit, Gelassenheit & Glück" auf diese Schiene aufspringen wollen. Dies ist völlig unnötig. Denn Karin Bernhart schafft es, mit ihren lebendigen, hautnahen, realitätsnahen, direkten Erzählungen den Leser einzufangen, ihn zu begeistern. Nichts ist aufgebläht, es gibt keine Anleitung, sondern einfach eine gute Gartengeschichte. Dadurch wird alles lebendig. Man meint, im Garten selbst zu sein, Ella und Wolfi das Jahr über heimlich beim Gärtnern zu beobachten.
Die Freude und Kraft des Gärtnerns sieht man den beiden sofort an. Sie sprühen vor Energie, vor Lebensfreude auf den Fotos ihres Sohnes Udo Bernhart. Er hat den Garten mit Einblicken, mal romantisch, mal dokumentierend eingefangen. Text und Bilder ergänzen sich bestens. Dazu stecken in vielen Abschnitten Praxistipps. Drei, vier Rezepte aus Ellas Küche schließen jedes Kapitel ab. Sie zeugen von Einfachheit und gleichzeitigem Genuß.
Das Gartenlesebuch "Gärtnern für ein langes Leben" von Karin und Udo Bernhart erdet, macht Lust zum Gärtnern, trifft den rechten Ton und verspricht unterhaltsame, schöne, entspannende Lesestunden. Es ist ein Buch voller Liebe, Zuneigung und Demut vor der praktischen, freudigen Lebenseinstellung eines alten Ehepaares, das aus dem Garten seine Kraft und seine Liebe für die Natur und für die Familie bezieht.

Karin und Udo Bernhart: Gärtnern für ein langes Leben
blv Verlag, München 2017
ISBN: 978-3835416963
Fotos: Udo Bernhart
Ausstattung: 144 Seiten, Taschenbuch
Preis: 20 €

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Montag, 22. Januar 2018

Luftige Cranberry-Kekse

Dieses Keksrezept fand ich am Wochenende beim Stöbern im Internet. Nachdem die Kommentatoren über die Wölkchen, so heißen sie im Original schwärmten, bekam ich sofort, sie nachzubacken. Sie sind tatsächlich total luftig und sooooo lecker!
 Ich wandelte das Rezept ein wenig ab, denn es zum Glück gut variabel. Statt Aprikosen nahm ich Cranberries. Man kann die Mandeln auch durch zarte Haferflocken ersetzen oder statt Trockenobst Schokostückchen verbacken. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Montag, 8. Januar 2018

Kraftpralinen

Aus Trockenobst, Nüssen und Haferflocken kann man leckere, süße Obstpralinen herstellen, die Kraft, Energie und ganz viel Glückshormone geben. Zudem sättigen 2, 3 Stück sehr gut.

Zutaten:

  • 100 g Haferflocken
  • 50 g gemahlene oder gehackte Nüsse
  • 140 ml warmes Wasser
  • 200 g getrocknete Pflaumen
  • 50 g Mohn
  • 50 g getrocknete Cranberries

Donnerstag, 4. Januar 2018

Musik: "Winterländlein" von Bube Dame König

Was verbinden Sie mit Volksmusik? Entweder taucht vor dem geistigen Auge volkstümliche Schlager auf oder verbindet mit Volksmusik Wanderlieder singende, ältere Männergruppen auf Ausflügen. Daß in einem Volkslied viel mehr steckt, nämlich wahre Poesie, Unterhaltung und Tiefsinn und mit guter Musik das Herz schnell berührt, beweist die Hallenser Gruppe Bube Dame König.
Juliane Weinelt, Till Uhlmann und Jan Oelmann haben sich der - wie sie selbst bezeichnen - neuen Volksmusik verschrieben. Schon ihr Bandname Bube Dame König weist auf ihren Musikstil hin. Mit Bube Dame König verbindet man Skatspielen, aber auch eine Ahnung einer mittelalterlichen Welt. Juliane Weinelt und Jan Oelmann kommen beide aus ihrer Band Dizzy Spell von der irischen Volksmusik. Über diesen Umweg entfachte bei ihnen vor einiger Zeit das Interesse an den deutschen Volksliedern. Sie wollten schlichtweg Volkslieder in ihrer eigenen Muttersprache singen.
2015 erschien das Debutalbum "Traumländlein", das als beste Veröffentlichung in der Sparte Folk und Singer-/Songwriter in die Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen wurde. Ein grandioser Erfolg!
Im Herbst 2016 erschien das zweite Album "Winterländlein", das eine Art Weihnachtsalbum sein kann. In einem guten Mix mischt das Trio traditionelle Weihnachtslieder wie "Vom Himmel hoch, da komm ich her", "Maria durch ein Dornwald ging", "Es ist für uns eine Zeit angekommen" oder "Vom Himmel hoch, o Englein kommt" mit neuen Volksliedern, deren tiefsinniger, hin und wieder mit feinem Humor versehener Text aus der Feder des Leipziger Lyrikers Thomas Kolitsch stammen. Er schafft es, daß seine Text sich nahtlos in ihrer Art in die der traditionellen einfügt. Man glaubt kaum, sie wären so jung. Kolitsch versteht sein lyrisches Handwerk.

Freitag, 29. September 2017

Rezension: "Mein Kräutererbe. Uralte Heilrezepte" von Eunike Grahofer

Cover von "Mein Kräutererbe. Uralte Heilrezepte" von Eunike Grahofer
Inhalt:
Die junge Johanna bekommt zu ihrer Verlobung ein besonderes Geschenk von ihrer Mutter übergeben. Es sind 12 Briefe ihrer Urgroßmutter - einer für jeden kommenden Monat, in dem sie ihrer Urenkelin altbewährtes Heilwissen der Familie übermittelt.

Dienstag, 12. September 2017

Rezept: eingesunkener Brombeerkuchen

Eingesunkener Brombeerkuchen. Foto: Frau B.
Eingesunkener Brombeerkuchen. Foto: Frau B.
Im Garten reifen jetzt die Brombeeren, die es heuer reichlich gibt. Nach dem Kochen von Brombeermarmelade hatte ich am Wochenende Lust, die größere Schüssel Brombeeren in einem Kuchen zu verbacken. Als Belag nahm ich einen Rührkuchen, gefüllt in einer Springform und vollendete es mit einem süßen Guß, der die Brombeeren einsinken ließ.

Donnerstag, 13. Juli 2017

Rezension: "Beinwelljauche, Knoblauchtee & Co." von Natalie Faßmann

"Beinwelljauche, Knoblauchtee & Co." von Natalie Faßmann
Inhalt:
Pflanzen helfen Pflanzen. Neben der bekannten Brennesseljauche gibt es noch zahlreiche andere Pflanzen, die als Jauche, Tee oder Auszug stärkend oder sogar schützend wirken. Über 18 Pflanzen und 50 Rezepte für zahlreiche Anwendungsbereiche im Garten werden hier vorgestellt.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Selbstgemacht: Rosen-Körper-Öl

Foto: Wikipedia, Von Membeth - Eigenes Werk, CC0, 
Das Gute liegt meist nah und ist einfach in seinen Zutaten und Gestalt. So stoße ich bei selbstgemachter Kosmetik immer wieder darauf. Nimmt man Kräuter oder Zutaten der Küche dazu, wird sie gerne Grüne Kosmetik genannt.
Auf das Rezept zum selbstgemachten Rosen-Körper-Öl bin ich in dem lesenswerten Kräuterlesebuch "Die Leissinger Oma" von Eunike Grahofer gestoßen. Es besteht aus nur zwei Zutaten, wovon eine jetzt ihre Hochzeit hat, und hat eine sehr gute Wirkkraft und einen unbeschreiblichen Duft.