Montag, 27. April 2015

Tote Gärten ohne Seelen

Foto: Frau B.
Wie jedes Jahr im Frühjahr, wenn die Natur überschwänglich alles blühen und grünen läßt, ihre ganze Schönheit unseren nach dem langen Winter gierigen Augen zeigt, mit betörenden Düften der Hyazinthe unsere Nase betört, ja dann wird mir schmerzhaft bewußt, wie viele Gärten in meiner Umgebung seelenlos sind.
Man kann sie nicht einmal Friedhofsgärten nennen, denn selbst diese Bezeichnung wäre noch euphemistisch. Friedhöfe sind blumiger, interessanter, lebensbejahender als so mancher Garten eines Lebenden gestaltet! Denn sie sind tote Gärten ohne Seelen!

Sonntag, 19. April 2015

Waschmittel... Waschnuß, selbstgemacht, Kastaniensud oder doch lieber gekauft?

Jetzt geht es an die Wäsche. Waschmittel abseits des Gekauften zu besorgen, hatte mich schon vor langer Zeit interessiert. Eben mein Faibel für Selbstgemachtes. Nun las ich im Internet hier und dort, kam auf die eine oder andere Spur. Aus dem Titel kann man schon erahnen, in welche Richtung es ging. Kurzum: einige Experimente kamen in der Zeit zu stande.

Mein erster Weg führte dank Internet recht schnell zu den Waschnüssen. Sie stammen vom Waschnußbaum in Indien beheimatet, der auch Seifenbaum genannt wird. Saponine sind reichlich in den Nüssen enthalten. Die getrockneten Nüsse werden geknackt und können als Waschmittel, als Haarwaschmittel, als Spülmittel verwendet werden. Meist werden sie in 500 g Stoffbeutel verkauft. Pro Waschladung habe ich immer etwa 6-8 halbe Nüsse genommen. Die Nüsse können zwei- bis dreimal pro Waschgang verwendet werden. Danach habe ich sie getrocknet gesammelt, bei Bedarf nach Augenmaß in der Menge bei 1 l Wasser aufgekocht, den Sud nach einiger Ziehzeit (bis er etwa abgekühlt ist) abgeseiht, in eine Flasche umgefüllt und als Spülmittel benutzt. Die Waschnüsse gehen auf den Kompost. Die Waschsubstanz ist biologisch abbaubar (ca. 22 Tage), jedoch wird den Saponinen eine Fischgiftigkeit nachgesagt. Kritiker wenden ein, daß die Waschnuß durch ihren Hype in Europa vermehrt exportiert wird, im Preis steigt und in den Ursprungsländern dadurch Nachteile für die heimische Bevölkerung entstehen.

Montag, 13. April 2015

Kräuteröl-Shea-Hautcreme selbstgemacht

Eine eigene Hautcreme selbst herzustellen, ist sehr einfach. Viele Zutaten benötigt man nicht, denn die Grundzutaten sind Öl und Sheabutter.
Jetzt im Frühling und bald kommenden Sommer kann man herrliche Kräuterduftöle selbst herstellen. Beispielsweise blühen ab Juni die Heckenrosen, die einen feinen eigenen Duft haben. Ein halbes Glas frisch gepflückter Rosenblätter mit Öl übergießen, 4 Wochen stehen lassen, abseihen - schon hat man sein selbstgemachtes Rosenöl. Als Öl eignen sich Sonnenblumenöl (einheimisch, ohne Eigenduft, viel Vitamin B), Mandelöl etc. Olivenöl hat zwar sehr gute hautgenerierende Eigenschaften, aber einen intensiven Eigenduft. Nicht jeder möchte wie Salat riechen ;-).
Veilchen oder Lavendel sind weitere gute Kräuter für ein Duftkräuteröl. Veilchen hat hautreinigende Eigenschaften, Lavendel wirkt entzündungshemmend.

Das selbst gewonnene Duftkräuteröl kann man an sich schon als "Hautcreme" nutzen. Jedoch braucht Öl eine Zeit zum Einziehen. Zudem besteht die Gefahr, daß es Spuren auf der Kleidung hinterläßt, wenn  man die Einziehzeit nicht abwartet.

Was kann man nun tun? Ganz genau! Das Öl zu einer Creme verarbeiten. Dazu benötigt man als weitere Zutat Sheabutter.