Montag, 29. Februar 2016

Haarewaschen mit Roggenmehl

Seit einiger Zeit bin ich endlich mit meinem "Shampoo" zufrieden. Lange habe ich vorher experimentiert, ausprobiert und immer wieder gemerkt, daß das gewählte Shampoo für mich nicht das Richtige ist. Nun wasche ich mir seit einigen Monaten meine Haare ausschließlich mit Roggenmehl!
Roggenmehl? Ja, genau mit Roggenmehl und als Spülung Apfelessig hinterher! Herkömmliches Shampoo entzieht der Kopfhaut massiv Fett, so sehr, daß die Kopfhaut fettlos ist. Fett oder Haartalg ist ein natürliches Produkt, das die Kopfhaut regelmäßig produziert. U. a. verhindert es ein Austrocknen der Kopfhaut. Bürstet man sein Haar regelmäßig, dann verteilt man das Haarfett über die Haare - sie glänzen natürlich schön. Deswegen gibt es ja das alte Sprichwort "100 Bürstenstriche täglich machen schönes Haar". Eine Naturbürste wie eine Wildschweinborstenbürste ist aufgrund der Struktur der Borsten dafür am besten geeignet.

Freitag, 26. Februar 2016

Musik: "Freude Schöner Götterfunken - Schiller neu vertont" von Club der Toten Dichter

Vor einiger Zeit öffnete sich für mich ein Türchen zur Poesie, die die Musiker um Reinhardt Repke und seinen Club der toten Dichter (nein, nicht der Film!) öffneten. Ich stieß auf ihre neue CD “Freude schöner Götterfunken”, die vor kurzem erschien.

Dienstag, 23. Februar 2016

Erstes Nähprojekt: eine Bettmaus

Bettmaus zum Kuscheln
Fürs Kindl habe ich mich das erste Mal an die Nähmaschine gewagt (so typisch Mutter eben) und gleich etwas zum Kuscheln genäht. Eine Bettmaus!
Sie ist schon seit einiger Zeit der Renner unter allen (nähbegeisterten) Müttern von Babys und Kleinkindern. Vor allem Bambalino hat sie perfektioniert und verkauft sie in ihrem Shop auf Dawanda. Es reizte mich, so eine Kuschelrolle (sie erinnert an die Zuglufttiere) selber zu nähen. Im Aussehen orientierte ich mich an den Vorlagen, die im Netz gefunden werden. Nachdem ich mir eine Anleitung im Netz gesucht hatte und bei LottiFee eine fand, merkte ich beim Durchlesen, daß das Nähen nicht so schwer sein dürfte. Im Grunde sind es größere Rechtecke, die aneinander genäht werden.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Blumenfreude aus Papierservietten

Wer sich jetzt im Winter viel Farbe und Blumen ins Haus holen möchte, der kann entweder einen frischen Blumenstrauß kaufen oder einen selber aus Papierservietten basteln, der seeeeeeeeeeehr lange hält. Ich stelle heute nicht nur das Basteln an sich vor, sondern zeige, wie man ganz einfach auch Farbstrukturen in die Blume hinein zaubern kann.

Dazu benötigen Sie:


  • einfarbige Papierservietten in benachbarten Farbtönen (z. B. hellgelb - dunkles gelb) für die Blüten
  • Bindfaden
  • Schere
  • grüne Papierserviette für den Stil
  • Holzstab oder Holzstäbchen vom Stieleis
1. Schritt

Den halbgeschlossenen Rand der Papierserviette für die Blüte ein wenig abschneiden. Mit beiden Farben der Blütenpapierserviette so verfahren. Die zwei Hauptlagen auseinanderfalten.

Dienstag, 16. Februar 2016

Rezension: "Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken" von Remo H. Largo

Der Schweizer Kinderarzt Remo H. Largo, der bis zu seiner Emeritierung 2005 Professor für Kinderheilkunde war und fast drei Jahrzehnte die Abteilung Wachstum und Entwicklung des Kinderspitals Zürich leitete, beschäftigte sich seine ganze Zeit als Pädiater und Wissenschaftler mit der Entwicklung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen. Die Ergebnisse seiner Langzeitstudien machte er einem breiten Publikum in seinen Büchern "Babyjahre", "Kinderjahre", "Schülerjahre" und "Jugendjahre" zugänglich. Dabei zeigt er in seinen Publikationen auf, wie individuell die Entwicklung eines Kindes ist, zeigt, welche Spannbreite an Fähigkeiten und Fertigkeiten bei gleichaltrigen Kindern vorliegen kann und gleichzeitig als völlig normal gilt. Er will so Eltern und Pädagogen die Vielfalt der kleinen Persönlichkeiten aufzeigen, den Druck vor Abnormitäten nehmen und den Erwachsenen mehr Mut, Zuvertrauen und Gelassenheit geben. Seine Sichtweise ist immer kindbezogen. Er hat das Kind als Individuum mit ganz eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Blick. Er gilt damit als Vorreiter für Autoren wie Herbert Renz-Polster, die das Kind von der (evolutionsbasierten) Entwicklungsperspektive her sehen.
In dem Taschenbuch "Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken", das 2012 im Piper Verlag und zwei Jahre zuvor bei der edition Körbe-Sstiftung erschienen ist, nimmt Largo Bezug auf die vielen Erziehungsratgeber, die seit einigen Jahren einen Boom erleben. Er will mit dem Buch seine Sichtweise auf Erziehung und Bildung geben, die - wie der Untertitel es andeutet - vom Kind und seiner individuellen Entwichklung ausgeht. Es ist eine Zusammenfassung seiner Erkenntnisse aus mehreren Jahrzehnten Forschung in dem Bereich Kindsentwicklung, die sowohl auf Erziehung im Elternhaus als auch auf Bildung in der Schule fokussiert ist. Dabei will Largo deutlich machen, wie beide Bereiche miteinander verschränkt sind, daß Erziehung Teil der Lehrerarbeit ist, wie eben auch Bildung Teil der elterlichen Erziehung. Sie gehen Hand in Hand. Largo richtet sich also an beide Lesergruppen als Adressaten, auch wenn die Schule am Ende überwiegt.
In zwei Teile und einem längeren Einführungskapitel untergliedert Largo sein Buch. Zunächst macht er deutlich, in welcher Umbruchszeit Bildung und Erziehung heute steckt. War bis vor zwei Generationen eindeutig und nicht diskutiert, wie Kinder erzogen werden sollen und was der Bildungskanon ist, so ändert es sich mit dem Eintritt in die Dienstleistungsgesellschaft grundlegend. Vieles wird in Frage gestellt, es gibt so viele Antworten, die in ihren gegensätzlichen Aussagen Eltern und Lehrer verwirren. Zudem sind die Gesellschaftsbereiche Wissensvermittlung und Arbeit ebenfalls im Umbruch. Ein absolviertes Studium ist keine Garantie für einen sicheren Arbeitsplatz bis zum Ende des Erwerbslebens. Das Einführungskapitel faßt die Stimmungen zu Bildung, Erziehung, Kultur und Arbeit prägnant auf.